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Thema: Hydrologie > Mittlerer Abfluss > Langzeitverhalten (Vergangenheit)

Mittlerer Abfluss
Langzeitverhalten (Vergangenheit)


Als repräsentative Datengrundlage zur Untersuchung der mittleren Abflüsse dienen die bei der Untersuchung der Hochwasserabflüsse ( Hydrologie > Hochwasser > Langzeitverhalten ) betrachteten Pegel, mit Ausnahme des Pegels Würzburg/Main. Betrachtet wurden die Zeitreihen ab 1932 bzw. Beobachtungsbeginn bis 2015. Die Untersuchungen beziehen sich auf das hydrologische Jahr. Die mittleren Abflüsse des Winterhalbjahres entsprechen den Monaten November bis April und die mittleren Abflüsse des Sommerhalbjahres den Monaten Mai bis Oktober.

Pegel

Abb.: Lage der betrachteten Abflussmessstellen (114 Pegel) für Untersuchungen zum Trendverhalten der mittleren Abflüsse in Baden-Württemberg (30), Bayern (59) und Rheinland-Pfalz (25).
Das Langzeitverhalten des mittleren Abflusses ist deutlich differenziert. Betrachtungen auf das Gesamtjahr lassen nur geringe Änderungen vermuten. Allerdings zeigen sich die Unterschiede – oder gar gegensätzlichen Tendenzen - beim saisonalen Verlauf: Im Winter überwiegen die Pegel mit steigenden Abflüssen (ca. 75 % der Pegel), während im Sommer an 70 Prozent der Pegel abnehmende Abflüsse zu beobachten sind. Von diesen seit 1932 ermittelten Veränderungen sind 40 Prozent eindeutig. Seit dem Jahr 2000 geht jedoch die Anzahl der Pegel mit zunehmenden Trends vor allem im Gesamtjahr zurück. Im Gegensatz hierzu nehmen im Sommer Pegel mit abnehmenden Trends zu. Für den gesamten betrachteten Zeitraum 1932 bis 2015 lässt sich aus den Untersuchungen schlussfolgern, dass die Trends im Gesamtjahr relativ ausgeglichen sind. Diese Erkenntnis bestätigt sich auch bei der Betrachtung von Monatswerten.

Mittlerer Abfluss

Abb.: Überblick über das Trendverhalten der mittleren Abflüsse an den 114 untersuchten Pegeln in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz.
Für die beiden Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg ergeben sich für den mittleren Abfluss insgesamt sehr vergleichbare Tendenzen. Der größte Anteil der Pegel (60 % Bayern, 80 % in Baden-Württemberg) zeigen im Gesamtjahr steigende Tendenzen. Im Winterhalbjahr verstärkt sich die Tendenz noch weiter. Beispielsweise weisen bis zu 95 Prozent der Pegel in Baden-Württemberg steigende Abflüsse auf. Im Sommerhalbjahr dagegen überwiegt der Anteil der Pegel mit Abnahmen.
Im Gegensatz hierzu zeigen die mittleren Abflüsse des Jahres und des Winterhalbjahres in Rheinland-Pfalz mehrheitlich Pegel mit fallenden Tendenzen. Diese Abnahmen betreffen 70 bis 90 Prozent der Pegel .

Ausführlichere Informationen finden Sie im Monitoringbericht 2016 sowie dem dazugehörigen Anhang für weitere Auswertungen zum Mittleren Abfluss.


Methodische Grundlagen zur Betrachtung von Langzeitverhalten in KLIWA finden Sie hier:

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