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Thema: Grundwasser > Bodenwasserhaushalt und Grundwasserneubildung aus Niederschlag > Zukünftige Veränderungen

Bodenwasserhaushalt und Grundwasserneubildung aus Niederschlag
Zukünftige Veränderungen


Um der Frage nach der zukünftigen Änderung der Grundwasserneubildung durch den Klimawandel nachzugehen, wurden Szenariosimulationen auf Basis der beiden Klimaprojektionen WETTREG-2006 und WETTREG-2010 (ECHAM5, A1B) für die Zeiträume 1971 bis 2000 (Ist-Zustand), 2021 bis 2050 (nahe Zukunft) und 2071 bis 2100 (ferne Zukunft) durchgeführt ( Klima > Grundlagen >Zukünftige Veränderungen ).

Nahe Zukunft

WETTREG2006

nahe Zukunft

Abb.: Die absoluten Änderungen der 30-jährigen Mittelwerte der Grundwasserneubildung zeigen für die nahe Zukunft (2021–2050) leichte Zunahmen von rund 15 mm pro Jahr im Nordwesten (Eifel/Rheinland-Pfalz) des KLIWA-Untersuchungsraums. Diesen stehen Bereiche mit geringen Abnahmen von maximal 30 mm pro Jahr im Südosten (insbesondere am Alpenrand) gegenüber. Die restlichen Gebiete zeigen kein eindeutiges Änderungssignal bzw. weisen nur sehr geringe Abnahmen auf. Insgesamt kann man somit von einer Nordwest-Südost-Differenzierung sprechen. Bereiche, in denen großräumig bisher die geringsten Neubildungsraten zu verzeichnen waren, könnten zukünftig einen leichten Anstieg ihrer durchschnittlichen Grundwasserneubildung erfahren. Für Hessen liegen keine Berechnungen für WETTREG2006 vor.
WETTREG2010

nahe Zukunft

Abb.: Die absoluten Änderungen der 30-jährigen Mittelwerte der Grundwasserneubildung zeigen für die nahe Zukunft (2021 bis 2050) weitestgehend unveränderte Raten bzw. geringfügige Abnahmen in weiten Teilen von Rheinland-Pfalz und im westlichen Hessen. Diesen stehen Bereiche mit deutlichen Abnahmen von maximal 80 mm pro Jahr im Südosten (insbesondere am Alpenrand) gegenüber. Die restlichen Gebiete zeigen moderate Abnahmen zwischen 20 und 50 mm pro Jahr auf. Insgesamt kann man auch bei der WETTREG2010 Projektion von einer Nordwest-Südost-Differenzierung sprechen.

Ferne Zukunft

WETTREG2006

nahe Zukunft

Abb.: Wie die Abbildung zeigt, heben sich vor allem der Bereich südlich der Donau, die Schwäbische Alb sowie der südliche Oberrheingraben mit Abnahmen in einer Größenordnung von 20-90 mm pro Jahr deutlich von den angrenzenden Naturräumen ab. Da es sich dabei meist um vergleichsweise niederschlagsreiche Regionen handelt, sollten diese Änderungen derzeit nicht überbewertet werden. Demgegenüber stehen deutliche Zunahmen in Höhe von 10-60 mm pro Jahr in weiten Teilen von Rheinland-Pfalz, Unterfrankens und dem Norden Baden-Württembergs. Dies ist gleichbedeutend mit einer Zunahme von ca. 10-30 Prozent und wirkt sich vor allem in den Gebieten mit den bisher niedrigsten Grundwasserneubildungsraten positiv aus.
WETTREG2010

nahe Zukunft

Abb.: Wie die Abbildung zeigt, treten in allen Bundesländern Abnahmen der Grundwasserneubildung aus Niederschlag auf, wobei vor allem der Bereich südlich der Donau, der südliche Oberrheingraben und der Schwarzwald mit Abnahmen zwischen 100-170 mm pro Jahr am stärksten betroffen sind. Auch für die Schwäbische und die Fränkische Alb sowie den nördlichen Oberrheingraben und das Ostbayerische Kristallin werden deutliche Abnahmen zwischen 50-80 mm pro Jahr erwartet. Die übrigen Naturräume weisen alle Abnahmen kleiner 50 mm pro Jahr auf, wobei die geringsten Abnahmen (< 25 mm pro Jahr) in Rheinland-Pfalz zu erwarten sind. Insgesamt zeigt sich auch hier eine Nordwest-Südost-Differenzierung.