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Thema: Grundwasser > Bodenwasserhaushalt und Grundwasserneubildung aus Niederschlag > Langzeitverhalten (Vergangenheit)

Bodenwasserhaushalt und Grundwasserneubildung aus Niederschlag
Langzeitverhalten (Vergangenheit)


Die Grundwasserneubildung beschreibt eine Bilanzkomponente der Bodenwasserhaushaltsmodellierung mit GWN-BW
( Bodenwasserhaushalt und Grundwasserneubildung aus Niederschlag ).
Sie entspricht der Bilanzgröße aus Niederschlag abzüglich Verdunstung und Direktabfluss.

Die jährliche Grundwasserneubildung im Zeitraum 1951 bis 2010 liegt gemittelt über Süddeutschland bei 174 mm und variiert von 104 mm in Rheinland-Pfalz bis 206 mm in Bayern. Die Grundwasserneubildung weist niedrige Raten während der trockenen Dekaden 1951 bis 1960 und 1971 bis 1980 sowie in der jüngeren Vergangenheit seit 2003 auf.
Im Zeitraum 2011 bis 2015 betrug die Grundwasserneubildung mit 144 mm pro Jahr nur 83 Prozent vom langjährigen Mittel.

Bei Betrachtung der Kalenderjahre im Gesamtzeitraum zeigt sich keine einheitliche Entwicklung der Grundwasserneubildungsraten. Jedoch ist seit Ende der 1980er Jahre eine abnehmende Tendenz zu beobachten. Seit dem Jahr 2003 weisen, mit Ausnahme von 2013, alle Jahre unterdurchschnittliche Grundwasserneubildungsraten auf. Grundwasserneubildung

Abb.: Mittlere jährliche Grundwasserneubildung in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz) von 1951–2015.
Eine nähere Beschreibung der Entwicklung der Grundwasserneubildung sowie aller anderen Bodenwasserhaushaltsgrößen im Zeitraum 1951 bis 2015 ist in folgender Veröffentlichung enthalten: