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Thema: Hydrologie > Grundlagen > Langzeitverhalten (Vergangenheit)

Grundlagen
Langzeitverhalten (Vergangenheit)




Zur Untersuchung der Entwicklung der Hydrologie in der Vergangenheit werden Messzeitreihen von Abflüssen, Grundwasserständen, Quellschüttung und der Bodenfeuchte verwendet.

Als Maßzahlen zur Beschreibung des Abflusses dienen zumeist die gängigen gewässerkundlichen Hauptwerte (Kennwerte), wie beispielsweise der mittlere Abfluss MQ oder der mittlere Hochwasserabfluss MHQ. Genauso interessant für KLIWA ist der Jahresverlauf von Abflusskenngrößen („Abflussregime“) oder die Entwicklung des Andauerns bestimmter hydrologischer Zustände. Solche sind beispielsweise die Unterschreitungsdauer des mittleren Niedrigwasserabflusses MNQ oder das daraus resultierende Wasserdefizit.

Hinsichtlich dieser Kennwerte interessieren sowohl deren Ausprägung in der Vergangenheit, als auch ihr Trendverhalten und dessen Signifikanz. Die verwendeten statistischen Methoden sind dabei denen der Untersuchung des Langzeitverhaltens der Klimagrößen sehr ähnlich
Klima > Grundlagen > Langzeitverhalten ) .
Je nach untersuchtem hydrologischen Kennwert können sich die Festlegungen für jährliche Auswertungen unterscheiden: Während die meisten Hoch- und Mittelwasserkennwerte auf das hydrologische Jahr (November bis Oktober) bezogen werden, kann die Auswertung von Niedrigwasserkennwerten auch ein Jahr von April bis März umfassen. In den aktuellen Untersuchungen von KLIWA beziehen sich die berücksichtigten meteorologischen Zeitreihen einen Zeitraum von 1931 bis 2015. Die betrachteten Zeiträume für die hydrologischen Kenngrößen und deren Verfügbarkeit sind bei den jeweiligen Größen (Hochwasser, Niedrigwasser, Grundwasser, etc.) beschrieben.

Für die Auswertung und Darstellung der Gebietsmittelwerte werden abhängig von der betrachteten Kenngröße die 11 KLIWA-Regionen oder die 44 KLIWA-Untersuchungsgebiete gewählt, die nach den verschiedenen Flussgebieten Süddeutschlands festgelegt wurden. Die hydrologischen Kenngrößen werden für das gesamte KLIWA-Untersuchungsgebiet zusammengefasst.

Hydrologie

Abb.: Übersicht über die 44 KLIWA-Untersuchungsgebiete und die 11 KLIWA-Regionen.
Die Fließgewässer in Süddeutschland sind häufig wasserwirtschaftlich überprägt. Das heißt, dass beispielsweise durch Wasserentnahmen, Zu- und Ableitungen oder Speicherbewirtschaftung andere Abflussmengen oder andere Abflussverteilungen gemessen werden, als natürlicherweise auftreten würden. Nach Möglichkeit wertet KLIWA daher gering beeinflusste Abflussmessungen aus oder versucht, die bekannten Beeinflussungen bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen.

Genaueres zur Methodik ist den einzelnen KLIWA-Publikationen zu entnehmen, beispielsweise den KLIWA-Heften oder dem KLIWA-Monitoringbericht.