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Thema: Klima > Niederschlag > Langzeitverhalten (Vergangenheit)

Niederschlag
Langzeitverhalten (Vergangenheit)


Aussagen zur Entwicklung des Niederschlags sind häufig nicht so eindeutig wie der beobachtete Erwärmungstrend der Lufttemperatur. Die jährliche Niederschlagsmenge ist in den meisten Gebieten Süddeutschlands seit 1931 etwa gleich geblieben.

Verändert hat sich aber die saisonale Niederschlagsverteilung: Vor allem das Winterhalbjahr ist merklich feuchter geworden. Die Winterniederschläge haben in den Jahren von 1931 bis 2015 in einigen Regionen Süddeutschlands um bis zu +20 Prozent zugenommen. Besonders betroffen sind der Schwarzwald und der Nordosten Baden-Württembergs, die Region Franken und Teile des Bayerischen Waldes in Bayern sowie die Eifel und der Westerwald in Rheinland-Pfalz. Vergleichsweise geringe, nicht-signifikante Zunahmen von +5 bis +15 Prozent finden sich in weiten Teilen von Rheinland-Pfalz, im nördlichen Baden-Württemberg sowie dem westlichen Maingebiet in Bayern. Das Sommerhalbjahr ist in seinem Langzeitverhalten uneinheitlich, aber tendenziell überwiegend trockener geworden.

Entwicklung der Gebietsniederschläge

Abb.: Entwicklung der Gebietsniederschläge in hydrologischen Winterhalbjahr, Trend in Prozent/85 Jahre im Zeitraum 1931 bis 2015.
Entwicklung der Gebietsniederschläge

Abb.: Entwicklung der Gebietsniederschläge in den hydrologischen Sommerhalbjahr, Trend in Prozent/85 Jahre im Zeitraum 1931 bis 2015.
In den letzten 15 Jahren allerdings schwächen sich die Trends für das Winterhalbjahr ab. Im Sommerhalbjahr dagegen zeigen sich vermehrt steigende Niederschläge. Die Trendänderungen der Halbjahresniederschläge werden für die 70-jährigen Zeiträume 1931 bis 2000, 1941 bis 2010 und 1946 bis 2015 betrachtet. Um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, wurde auf eine einheitliche Länge der betrachteten Zeitreihe geachtet, weitere Informationen hierzu finden Sie im Monitoringbericht 2016.

Niederschlag

Abb.: Überblick über die Veränderung des Trendverhaltens der mittleren Gebietsniederschläge der hydrologischen Halbjahre in den 44 KLIWA-Untersuchungsgebieten im Vergleich der Zeiträume 1931 bis 2000, 1941 bis 2010 und 1946 bis 2015.
Als Datengrundlage standen Zeitreihen von rund 900 Niederschlagsstationen mit Tageswerten von 1931 bis 2015 zur Verfügung. Dabei ist aber anzumerken, dass die Datenverfügbarkeit über die Jahre sehr stark schwankt und vor allem vor 1950 wesentlich geringer war. Aussagen über das Langzeitverhalten von Kurzzeitereignissen kleiner als einem Tag sind aktuell schwer zu treffen, da in dieser hohen zeitlichen Auflösung nur kurze Messreihen und ein weniger dichtes Messnetz zur Verfügung stehen. Hierzu können in Zukunft möglicherweise andere Quellen Aussagen leifern, zum Beispiel Radarmessungen des Niederschlags.

Ausführlichere Informationen finden Sie im Monitoringbericht 2016 sowie dem dazugehörigen Anhang für weitere Auswertungen zum Niederschlag.

KLIWA-Publikationen

Methodischen Grundlagen zur Betrachtung von Langzeitverhalten in KLIWA finden sie hier:

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