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Thema: Klima > Starkregen > Zukünftige Veränderungen

Starkregen
Zukünftige Veränderungen


Starkregen
Mit dem Klimawandel und der für die Zukunft projizierten Erwärmung steigt grundsätzlich das Potenzial für höhere Niederschlagsmengen und damit auch das Risiko für häufigere und extremere Niederschlagsereignisse. Allerdings gibt es auch meteorologische Faktoren, die einer Zunahme sowohl der mittleren als auch der extremen Niederschlagsmengen entgegenstehen können. Dies ist z. B. die Veränderung der Wetterlagen.
Prinzipiell ist also zukünftig zu erwarten, dass die Niederschlagsmengen mit steigenden Temperaturen ebenfalls zunehmen werden. Diese Annahme beruht auf der physikalischen Tatsache, dass wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kältere Luft. Bei weitgehend gleichbleibender relativer Luftfeuchtigkeit wären daher grundsätzlich auch mehr Niederschläge zu erwarten. Infolge der geänderten meteorologischen Verhältnisse ist darüber hinaus davon auszugehen, dass es zu einer Intensivierung der ablaufenden wolken- und niederschlagsbildenden Prozesse kommt. Dies gilt insbesondere auf der konvektiven Skala, also bei der Entstehung von Schauern und Gewittern. Die unter derartigen Bedingungen fallenden Starkniederschläge würden sogar überproportional zunehmen.

Allerdings spielen bei der Niederschlagsbildung eine ganze Reihe weiterer Faktoren und Prozesse eine wesentliche Rolle. Bestimmend ist ein weites Spektrum an Skalen von der großräumigen atmosphärischen Zirkulation, das heißt der weltweiten Verteilung von Hoch- und Tiefdruckgebieten im wöchentlichen Wechsel, bis zur Konvektion und Wolkenphysik auf der Zeitskala von Minuten. Dementsprechend ist zumindest mit regionalen Unterschieden zu rechnen. Nicht überall werden die Niederschläge im gleichen Maße zunehmen. In manchen Gebieten könnte es durchaus auch trockener werden.
In der Vergangenheit nahmen die maximalen Tagesniederschläge im Winterhalbjahr zu ( Langzeitverhalten (Vergangenheit) ). Nach derzeitigem Wissensstand auf Grundlage regionaler Klimamodelle ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung bis zum Jahr 2100 in einer ähnlichen Größenordnung fortsetzen wird. Für die Sommermonate zeigen die Klimaprojektionen dagegen keinen eindeutigen Trend.

Für einen sinnvollen Vergleich von Niederschlägen kurzer Zeitdauer sollten unbedingt konvektionserlaubende Modelle herangezogen werden. Für räumlich begrenzte Gebiete existieren bereits erste derartige Projektionen. Die Datengrundlage für großräumige Ensemble-Auswertungen wird hingegen gerade erst sukzessive geschaffen. Es besteht somit weiterer Forschungsbedarf.