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Thema: Grundwasser > Grundwasserstände und Quellschüttungen > Langzeitverhalten (Vergangenheit)

Grundwasserstände und Quellschüttungen
Langzeitverhalten (Vergangenheit)


Statistische Untersuchungen zum bisherigen Langzeitverhalten von Grundwasserständen und Quellschüttungen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz liegen bis einschließlich 2015 vor. So wurden insgesamt 164 repräsentative Messstellen mit möglichst langen Beobachtungsreihen untersucht ( Grundwasserstände und Quellschüttungen ). Die Analysen führten unter anderem zu folgenden Ergebnissen:

Saisonale Veränderungen

Es sind Veränderungen im mittleren Jahresgang über den jeweiligen Beobachtungszeitraum zu beobachten. Beispielsweise tritt das jährliche Maximum der Grundwasserstände und Quellschüttungen an 47 Prozent der Messstellen zunehmend früher im Jahr auf (bis zu 5 Tage pro Jahr), was zu einer Verlängerung von Niedrigwasserperioden führt. An 41 Prozent ist kein Trend zu erkennen. An 12 Prozent der Messstellen tritt das Maximum später im Jahr auf. Am deutlichsten ist die Entwicklung hin zu einem früheren Maximum in Baden-Württemberg und im nördlichen Bayern. Die beschriebene zeitliche Verschiebung des Eintrittszeitpunkts des jährlichen Maximums lässt sich gut mit den bekannten Änderungen des Niederschlags- und Wasserdargebotsregimes erklären.
( Klima ).

Langzeitverhalten

Abb.: Zeitliche Verschiebung des Eintrittszeitpunktes der maximalen Grundwasserstände und Quellschüttungen.
Langzeitverhalten

Abb.: Gut erkennbar ist die Entwicklung hin zu einem früheren Maximum beispielsweise an der Messstelle Meinheim in Mittelfranken in Bayern. Während das Maximum zu Beginn der Messzeitreihe noch im März oder April auftrat, so war dieses in der jüngeren Vergangenheit meist im Februar zu verzeichnen.

Mittel- und langfristige Veränderungen

Die überwiegende Mehrheit der Messstellen zeigt eine langfristige Tendenz zur Verringerung der mittleren Grundwasserstände und Quellschüttungen. So traten an 68 Prozent der Messstellen Abnahmen und an lediglich 21 Prozent der Messstellen Zunahmen auf. Die verbliebenen 11 Prozent der Messstellen weisen keine Veränderungen auf.

Langzeitverhalten
In den letzten 20 bis 30 Jahren ist die beobachtete Abnahme an vielen Messstellen oftmals stabil, aber auf einem insgesamt niedrigeren Niveau: So treten seit 1990 an nur noch an 35 Prozent der Messstellen Abnahmen während sich an 38 Prozent der Messstellen stabile Bedingungen eingestellt haben. 27 Prozent der Messstellen zeigen sogar eine Zunahme der Grundwasserstände und Quellschüttungen in der jüngeren Vergangenheit.