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Thema: Gewässerökologie

Gewässerökologie


Myriophyllum

Abb.: Myriophyllum (Tausendblatt) am Seegrund des Eibsees.

Die im Zusammenhang mit dem Klimawandel projizierten Veränderungen von Temperatur, Niederschlagsverteilung und Hydrologie haben auch auf die Ökologie und die Lebensgemeinschaften in Flüssen und Seen einen entscheidenden Einfluss. Es gilt daher als wahrscheinlich, dass die Gewässerqualität als wichtige wasserwirtschaftliche Größe langfristig unmittelbar durch den Klimawandel beeinflusst wird.

Weiterführende Informationen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Flora und Fauna der Binnengewässer sowie deren unterschiedliche Betroffenheit, sind auf der Webseite „Fließgewässerbiologie und Klimawandel” zu finden:

http://fliessgewaesserbiologie.kliwa.de


In einem Projekt „Ableitung von Temperaturpräferenzen des Makrozoobenthos für die Entwicklung eines Verfahrens zur Indikation biozönotischer Wirkungen des Klimawandels in Fließgewässern“ wurde ein Index entwickelt, mit dem der Einfluss des Klimawandels auf Bäche und Flüsse anhand von Veränderungen in der Gewässerökologie messbar gemacht werden soll. Der KLIWA-IndexMZB wird auf der Grundlage von standardisierten Untersuchungen des Makrozoobenthos berechnet. Diese Organismengruppe umfasst viele Arten, die auf Temperatur- und Abflussänderungen sensibel reagieren. Ändert sich der Aufbau der Lebensgemeinschaft infolge des Klimawandels, schlägt sich dies in einer gerichteten Verschiebung des KLIWA-Index nieder, so die These. Die Projektergebnisse sind im KLIWA-Heft 20 zusammengefasst.
Erhöhte Lufttemperaturen und extreme Wetterereignisse haben auch deutliche Auswirkungen auf Seen, sei es durch veränderte Durchmischungsverhältnisse, Zunahme von Sauerstoffmangelsituationen oder die Verdrängung kälteliebender Arten durch „Allerweltsarten“.

Im Rahmen von KLIWA wurden in einem ersten Schritt die spezifischen physikalischen und ökologischen Auswirkungen des Klimawandels auf Seen im Rahmen einer Literaturstudie zusammengetragen. Auch die Ergebnisse eines Expertenworkshops über besonders relevante Wirkungswege, wichtige Gewässertypen, betroffene Lebensgemeinschaften sowie die Problematik der Neobiota (neu eingewanderte Arten) und die wichtigsten noch vorhandenen Wissens- und Datenlücken waren Bestandteil der Analyse. Erste Empfehlungen für ein Klimamonitoring an Seen wurden formuliert und sollen in einem nächsten Schritt konkretisiert werden.