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Thema: Hydrologie > Hochwasser > Zukünftige Veränderungen

Hochwasser
Zukünftige Veränderungen


Hochwasser

Abb.: Hochwasser an der Donau.
In der Vergangenheit ( Hydrologie > Hochwasser > Langzeitverhalten ) ließen sich bereits Änderungen der Hochwasserabflüsse nachweisen. Um auch die zukünftige Entwicklung von Hochwasserereignissen abschätzen zu können, nutzt KLIWA Abflussprojektionen . Für das KLIWA-Gebiet liegen derzeit einheitlich mehrere Projektionen vor: COSMO-CLM5.0 [1 Lauf], COSMO-CLM4.8 [3 Läufe], WETTREG2006 und WETTREG2003.
Durch Wasserhaushaltsmodellierungen, aufbauend auf diesem „KLIWA-Ensemble“ von Projektionen, liegen Untersuchungen zur Erfassung der Änderungen an vielen Pegeln in den KLIWA-Ländern vor. Aus diesen wurden die zukünftigen Hochwasserabflüsse in einer gemeinsamen Auswertung exemplarisch an 12 Pegeln für den Zeitraum 2021 bis 2050 analysiert. Als Referenz dient die Periode 1971 bis 2000. Die Projektion COSMO-CLM5.0 wurde in diesem Beispiel nicht berücksichtigt.

Hochwasser

Abb.: Lagekarte von 12 exemplarisch untersuchten Pegeln.
Die Entwicklung der mittleren Hochwasserabflüsse im hydrologischen Jahr (November bis Oktober) weist eine große Bandbreite auf. Diese hängt sowohl von der Region als auch den Abflussprojektionen ab. So zeigt an neun Pegeln der Großteil der Projektionen für den Zeitraum 2021 bis 2050 eine Zunahme des mittleren Hochwasserabflusses (MHQ) gegenüber der Referenzperiode (1971 bis 2000). Gleichzeitig werden an nahezu allen Pegeln – mit einzelnen Ausnahmen – auch Abnahmen der Hochwasserabflüsse projiziert. Die Zunahmen fallen im Allgemeinen größer aus als die Abnahmen.
Hochwasser

Abb.: Veränderung des mittleren Hochwasserabflusses im hydrologischen Jahr an 12 exemplarisch ausgewählten Pegeln für den Zeitraum 2021–2050 gegenüber 1971–2000.
Im hydrologischen Winterhalbjahr (November bis April) nimmt der MHQ vorwiegend zu, mit unterschiedlicher räumlicher Eindeutigkeit: An sechs Pegeln (Kelheimwinzer/Donau, Maxau/Rhein, Kaub/Rhein, Schwaibach/Kinzig, Martinstein/Nahe, Betzdorf/Sieg) liegen alle Projektionen im positiven Veränderungsbereich. An fünf weiteren zeigt der Großteil der Projektionen eine Zunahme des MHQ. Die Ausnahme bildet hier der Pegel München/Isar mit überwiegend keinen Änderungen.

Im hydrologischen Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober) ist die Entwicklungsrichtung nicht klar erkennbar. An den meisten Pegeln bewegen sich die Änderungssignale der Projektionen im Unsicherheitsbereich von +-10 % und zeigen dabei sowohl Zu- als auch Abnahmen. Etwa die Hälfte der Pegel tendiert allerdings zu leichten sommerlichen Rückgängen der Hochwasserabflüsse, jedoch ohne einen räumlichen Zusammenhang zueinander.