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Thema: Klima > Lufttemperatur > Zukünftige Veränderungen

Lufttemperatur
Zukünftige Veränderungen


Lufttemperatur

Abb.: © mirpic/Fotolia.com, verändert durch LfU Bayern.
Die Lufttemperatur spielt im Wasserkreislauf eine besondere Rolle, da sie maßgeblich die Verdunstung und damit auch das Niederschlagsgeschehen beeinflusst. Auch die Wassertemperaturen und damit die Gewässerökologie reagieren auf eine Änderung der Lufttemperatur. Deshalb ist die zukünftige Entwicklung aus wasserwirtschaftlicher Sicht von besonderem Interesse.
Die folgende Darstellung zeigt die Änderung der Lufttemperatur im Vergleich der beiden Perioden 2021 bis 2050 zu 1971 bis 2000, jeweils im hydrologischen Winter- (November–April) und Sommerhalbjahr (Mai–Oktober).

Lufttemperatur

Abb.: Entwicklung der Lufttemperatur im hydrologischen Sommer- und Winterhalbjahr (2021–2050 vs. 1971–2000), SRES vs. RCP8.5 (15. und 85. Perzentil).
Die Spannbreite der abgebildeten Änderungen ist anhand von Ensembleauswertungen abgeleitet. Es handelt sich dabei jeweils um Mittelwerte über das gesamte Bundesland. Näheres zu den verwendeten Begriffen der Klimaprojektionen und Ensembleauswertung findet sich hier: Klima > Grundlagen > Zukunft .
Die orangefarbenen Zahlenangaben in der Karte stellen die bisherige Grundlage in KLIWA zur Untersuchung von Veränderungen dar, basierend auf Klimaprojektionen mit dem Emissionsszenario SRES A1B. Dieses Ensemble ist je nach Bundesland etwas unterschiedlich zusammengesetzt. Die blauen Zahlen geben die Entwicklung auf Grundlage der neueren Generation von Klimaprojektionen mit dem Emissionsszenario RCP8.5 wieder (15. und 85. Perzentil). Es handelt sich hierbei um die bis Januar 2017 veröffentlichten Projektionen aus dem EURO-CORDEX-Ensemble ( euro-cordex.net ) und die eigenen KLIWA-Projektionen mit CCLM 5.0.

Die Ergebnisse zeigen für beide hydrologischen Halbjahre Zunahmen der Temperatur. Diese Zunahmen liegen zwischen +0,6 und +1,8 °C. Es handelt sich dabei jeweils um Mittelwerte über das gesamte Bundesland. Die Änderungen können regional aber auch stärker oder schwächer ausfallen. Die Temperaturzunahmen der SRES-Daten sind im Winter etwas höher als im Sommer. Im Vergleich dazu ist bei den RCP-Daten, dem anderen Projektionsensemble, das Gegenteil der Fall. Demnach liegen die Temperaturzunahmen in beiden Halbjahren in einer ähnlichen Größenordnung.