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Pressemitteilungen KLIWA

PM des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz


Pressemitteilung vom 05.07.2005

Schnappauf: Wetterextreme in Bayern nehmen zu

+++ Wetterextreme wie derzeit mit drastischen Temperaturschwankungen, Dürrephasen und Überschwemmungen werden nach den Klimaprognosen auch in Bayern immer häufiger, erklärte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf heute in München. Schnappauf: "Nach einer aktuellen Klimastudie wird es durchschnittlich 50 Prozent mehr warme Sommertage (über 25 Grad) geben, die Zahl der Hitzetage (über 30 Grad) wird sich etwa verdoppeln. Für Regensburg bedeutet das rund 65 statt 44 warme Sommertage und bis zu 19 Hitzetage." Notwendig sei daher nach den Worten des Ministers eine Doppelstrategie: Aktiver Klimaschutz mit konsequenter Reduktion des klimaschädlichen CO2 und andererseits Anpassungsmaßnahmen an die kontinuierliche Erwärmung und die zunehmenden Wetterextreme. +++

Mit Blick auf den morgen in Schottland beginnenden G8-Gipfel forderte Schnappauf einen verstärkten internationalen Klimaschutz und die Einbindung der Hauptemittentenländer wie USA, aber auch China, Indien und Brasilien. Schnappauf: "Wir brauchen dringend ein Kyoto Plus; ansonsten verpuffen die regionalen Klimaschutz-Anstrengungen vor dem Hindergrund einer weltweit ständig steigenden CO2-Freisetzung.

Nach den Worten Schnappaufs laufen derzeit in Bayern intensive Gespräche mit möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen - darunter die beiden Landeskirchen und der Landessportverband, um diese für gemeinsame Klimaschutzanstrengungen zu motivieren und zu einer umfassenden Klima-Allianz zu vernetzen.

Außerdem baut der Freistatt derzeit zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst ein Hitze- und Dürre-Frühwarnsystem auf, um noch früher vor Wetterextremen warnen zu können und entsprechend richtiges Verhalten zu ermöglichen. Bei der Neuplanung von Hochwasserschutz-Einrichtungen wird in Bayern ein Klimaveränderungsfaktor von ''plus 15 Prozent'' draufgeschlagen, so Schnappauf.





Pressemitteilung vom 04.03.2005

Schnappauf: Klimawandel beeinflusst auch Bayern

+++Auch wenn es angesichts der derzeit herrschenden kalten Temperaturen paradox klingen mag: Künftig wird es im Winter häufiger regnen statt schneien und im Sommer mehr heiße Tage geben. Dies sind die zentralen Ergebnisse von Simulationsrechnungen von Bayern und Baden-Württemberg zur Klimaentwicklung in Süddeutschland, berichtete Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf heute in München. Schnappauf: "Der Klimawandel setzt sich auch in Bayern fort. Bis 2050 wird es im Winter bis zu 35 Prozent mehr Niederschlag geben, der aber wegen den wärmeren Durchschnittstemperaturen hauptsächlich als Regen fällt. Häufigere Hochwasser werden die Folge der Klimaänderung sein." Bayern trägt der Klima-Prognose bereits Rechnung, so der Minister weiter, und versieht alle neuen Hochwasserschutzplanungen mit einem Klimaänderungsaufschlag von ''plus 15 Prozent''. Auch der diesjährige Winter ist nach den Worten Schnappaufs keineswegs einen Rekordwinter. Die erste Winterhälfte war überdurchschnittlich warm, teilweise 4 bis 8 Grad über dem Mittelwert. Die letzten Tage war es hingegen überdurchschnittlich kalt - in der Summe also ein normaler Winter. +++

Den Prognosen des seit 1999 laufenden bayerisch-badenwürttembergischen Kooperationsvorhabens "Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft (KLIWA)" zufolge wird es in Bayern in den nächsten 50 Jahren zunehmend wärmer werden - im Winter um 2°C, im Sommer um 1,4°C. Schnappauf: "Vor allem der Wintertourismus muss sich auf wärmere Tage einstellen. Die Quecksilbersäule wird beispielsweise nach unseren Prognosen auf der Zugspitze nur noch an 190 statt wie bisher an 210 Tagen im Jahr unter Null bleiben." Auch werde sich die frostsichere Zeit um rund 2 Wochen verlängern, was Frostschäden in der Landwirtschaft verringert. Darüber hinaus werden heiße Sommer wie der in 2003 keine Ausnahme mehr sein, so der Minister weiter. Die Zahl der Sommertage mit Temperaturen über 25°C werde beispielsweise in Regensburg im Mittel von 44 auf 65 steigen, die Zahl der über 30°C heißen Tage sich sogar auf 19 verdoppeln. Bei den Sommerniederschlägen soll sich dagegen nur wenig ändern, so dass trotz der höheren Temperaturen voraussichtlich nicht mit einer deutlichen Zunahme von Trockenperioden zu rechnen ist.





Pressemitteilung vom 20.01.2005

Hochwasserschutz in Bayern

Klimawandel erhöht Hochwassergefahren

LfW-Vizepräsident Becker: Mit Sicherheitszuschlag bereits jetzt den Klimawandel bei Planungen von Hochwasserschutzmaßnahmen berücksichtigen / Gemeinschaftsprojekt KLIWA auf der Hochwassermesse acqua alta vorgestellt.

(München) ++ Der Vizepräsident des Bayerischen Landesamts für Wasserwirtschaft (LfW), Michael Becker, hat dazu aufgefordert, beim Hochwasserschutz die Konsequenzen aus dem Klimawandel zu ziehen. "Wir brauchen bei den Planungen einen Sicherheitszuschlag aus Gründen der Vorsorge, denn künftig werden Hochwasser auch in Bayern stärker und häufiger werden" sagte Becker bei einem Fachkongress auf der internationalen Hochwassermesse acqua alta in München. Becker betonte, dieser Vorsorgeschutz biete die erforderliche Sicherheit angesichts der zu erwartenden Klimaänderungen für die kommenden Jahrzehnte. Grundlage für diese Schlussfolgerungen ist das Gemeinschaftsprojekt KLIWA, mit dem die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt untersucht werden. Es wird von den Ländern Bayern und Baden-Württemberg zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst durchgeführt, zahlreiche renommierte Forschungseinrichtungen sind daran beteiligt. ++

In Bayern können nach den Ergebnissen von Szenarien-Untersuchungen in den kommenden 50 Jahren die Durchschnittstemperaturen vor allem in den Wintermonaten deutlich ansteigen, Prognosen gehen von mehr als zwei Grad aus. Weil zugleich die Winter schneeärmer und regenreicher werden, erwarten die Fachleute, dass in vielen Regionen Bayerns vor allem die Winterhochwasser häufiger auftreten und stärker ausfallen werden. Im Rahmen des KLIWA -Projekts werden am Oberen Main die Auswirkungen auf den Wasserhaushalt derzeit genauer untersucht und berechnet. Die Ergebnisse haben für die Hochwasserschutzplanungen in Bayern unmittelbare Konsequenzen: Bei Neuplanungen von Hochwasserschutzmaßnahmen wird künftig auf die Berechnungsergebnisse für einen 100-jährlichen Schutz ein 15-prozentiger Sicherheitszuschlag aufgeschlagen. Umweltminister Dr. Schnappauf hat dies bereits beim internationalen KLIWA -Symposium am 3. Mai 2004 in Würzburg angekündigt. Schutzeinrichtungen wie Deiche und Ufermauern werden damit künftig zwar höher und auch teurer ausfallen. Eine vorsorgliche Berücksichtigung der Anforderungen kommt jedoch meist günstiger als eine spätere Nachrüstung der Einrichtungen.

Der Klimaänderungsfaktor wird derzeit in laufenden KLIWA-Projekten weiterentwickelt. Bis Ende des Jahres werden für eine Reihe weiterer bayerischer Flussgebiete Wasserhaushaltsmodelle erarbeitet. Das seit fünf Jahren laufende Gemeinschaftsprojekt KLIWA wird in Bayern vom Landesamt für Wasserwirtschaft geleitet, an den Untersuchungen sind das Potsdaminstitut für Klimafolgenforschung, das Max-Planck-Institut für Meteorologie und zahlreiche weitere Fachinstitutionen beteiligt.





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