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Pressemitteilungen KLIWA

PM des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz


Pressemitteilung vom 04.05.2004

Schnappauf: Bayern führt Klimaänderungsfaktor bei Hochwasserschutz ein

+++ Die Einführung eines Klimaänderungsfaktors für die Hochwasserschutz-planung im Freistaat hat Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf heute in Würzburg bei der Vorstellung des Gemeinschaftsprojekts "KLIWA" der Länder Bayern und Baden-Württemberg zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst angekündigt. Schnappauf: "Durch die Klimaerwärmung werden bei uns vor allem die Niederschläge im Winter zunehmen. Damit steigt die Gefahr, dass es künftig öfter als bisher mittlere Hochwasserereignisse geben wird. Für das Obermaingebiet im westlichen Oberfranken bedeutet dies beispielsweise für die Berechnung des 100jährigen Hochwassers eine Zunahme von 15 % bis 2050. Für bestehende Anlagen und Planungen ist deshalb künftig eine Nachberechnung erforderlich." Bei der Berechnung des Klimafaktors für Hochwasserschutzplanungen werde der Freistaat nach Fluss-Teilabschnitten differenzieren, so der Minister weiter. +++

"KLIWA" ermöglicht es erstmals in Deutschland beim Hochwasserschutz regionale Modelle für künftig mögliche Klimaveränderungen zu berücksichtigen. Dies betonte Schnappauf zusammen mit Baden-Württembergs Umweltstaatssekretär Stefan Mappus und dem Vizepräsidenten des Deutschen Wetterdienstes, Wolfgang Kusch. Bisher sei eine gezielte Vorsorge für regionale Auswirkungen der globalen Klimaveränderungen nicht möglich gewesen, weil es nur globale Klimamodelle gegeben habe, so der Minister weiter. Im Rahmen des 1999 begonnenen Gemeinschaftsprojektes KLIWA seien erstmals mit wissenschaftlichen Methoden regionale Szenarien möglicher Klimaveränderungen für den süddeutschen Raum entwickelt worden. Schnappauf: "Hierbei hat sich gezeigt, dass wir in Süddeutschland künftig mit zunehmenden Niederschlägen vor allem im Winterhalbjahr rechnen müssen. Zudem werden die Winter wärmer und feuchter.

Dies wird insgesamt zu einer Verschärfung der Hochwassersituation im süddeutschen Raum führen." Auf diese Veränderungen müsse sich auch der Hochwasserschutz einstellen, so Schnappauf. Mit den Erkenntnissen aus KLIWA, die weiter diskutiert würden, könne man den Hochwasserschutz gezielter auf mögliche Folgen der Klimaänderung ausrichten. Schnappauf: "Flächendetaillierte Wasserhaushaltsmodelle mit hoher räumlicher Auflösung sind dazu derzeit für die Flussgebiete in Bayern und Baden-Württemberg in Arbeit."





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