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Pressemitteilungen KLIWA

Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg


Stuttgart, den 03.Mai 2004

Regen statt Schnee - Land stellt sich auf häufigere Hochwasser ein

Würzburg (ddp-bwb). Der Winter in Baden-Württemberg wird nach Meinung von Klimaforschern immer milder und verregneter. Die globale Klimärwärmung habe die Wetterbedingungen in Süddeutschland insbesondere während der letzten drei Jahrzehnte erkennbar verändert, heißt es in einem Bericht, der am Montag bei einem Klimasymposium der Länder Baden-Württemberg und Bayern im unterfränkischen Würzburg vorgestellt wurde. Die Folge sei eine steigende Hochwassergefahr. Umweltstaatssekretär Stefan Mappus (CDU) warnte, dass vor allem «die Niederschläge im Winterhalbjahr» zunehmen werden, während die Sommermonate immer trockener würden.

Die wärmeren und feuchteren Winter führten zu einer «Verschärfung» der Hochwassersituation im süddeutschen Raum. Statt Schnee bis in tiefe Lagen steige die Gefahr von extremen Starkregenfällen. Dies werde künftig in den Rechenmodellen zum Hochwasserschutz berücksichtigt. «Die Schutzstrategie des Landes gegen Hochwasser ist das geeignete Mittel, um auf die veränderten Rahmenbedingungen und Herausforderungen der Zukunft vorbereitet zu sein», betonte Mappus. Baden-Württemberg gebe jährlich rund 60 Millionen Euro für den «technischen» Hochwasserschutz aus. Daneben setze das Land «vermehrt» auf Flächen- und Hochwasservorsorge. Hochwassergefahrenkarten, Hochwasserpartnerschaften und die Änderung des Wassergesetzes seien weitere Instrumente, um «ein weiteres Ansteigen von Schadenspotentialen in überflutungsgefährdeten Gebieten zu stoppen».

Um auf den sich abzeichnenden Klimawandel und seine Folgen auf den Wasserhaushalt reagieren zu können, habe Baden-Württemberg 1999 gemeinsam mit seinem Nachbarland Bayern und dem Deutschen Wetterdienst das Projekt «Kliwa» ins Leben gerufen und damit eine «Vorreiterrolle bei der Klimaforschung» übernommen. Das Projekt ermögliche es, die «bisherigen und künftigen Auswirkungen der Klimaveränderung auf den Wasserhaushalt der Flussgebiete in Süddeutschland» zu ermitteln. Mit «kleinräumigen Modellen« für die Flüsse Baden-Württembergs könne der Hochwasserschutz besser auf die Entwicklung ausgerichtet werden, sagte Mappus.

Bei der Würzburger Tagung erörtern rund 200 Fachleute aus Kommunen, Wissenschaft und Fachverwaltungen die Ergebnisse des gemeinsamen Forschungsvorhabens. Die Forscher fanden unter anderem heraus, dass die Jahresmitteltemperaturen vor allem in den Wintermonaten in den 90er Jahren »deutlich zugenommen haben. Die Zahl der Tage mit Schneedecke in tieferen und mittleren Höhenlagen habe deutlich abgenommen, was auf schneeärmere Winter schließen lasse.




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